Kaiserstuhl grüßt Schwarzwald

Ausstellung vom 13. Oktober 2018 bis 31. Januar 2019

mit dem Künstler Wolfram Paul

Wolfram Paul - Kunstlehrer, Maler und Grafiker

geb. 1953 in Jöhlingen (Kraichgau)

Lebt und arbeitet in Altensteig



Zeichnen und Malen waren für mich schon immer große Leidenschaft. Eine Förderung und Hilfe bekam ich von den Eltern und in der Schule. Da mein Vater als Theatermaler am Nationaltheater Mannheim und als Grafiker und Maler arbeitete, konnte ich ihn bei seinen Tätigkeiten im Malersaal und oft zu Hause an der Staffelei beobachten und dabei viel lernen.  Eine weitere Station war die Ausbildung zum Fachlehrer für Kunst und Technik am Pädagogischen Fachseminar und Fachinstitut in Mannheim mit Kunsttheorie, praktisches Arbeiten, Besuche und Seminare in der der Mannheimer Kunsthalle: Seit 1974 war ich an der Realschule in Altensteig als Kunst und Techniklehrer tätig. Ab 2016 Sommer arbeite ich vorwiegend als Bildender Künstler.

Bilder sind meine Chronik.

Im Jahr 1980 malte ich meine erstes Aquarell.

Bald darauf beschäftigte ich mich intensiv auch mit der Herstellung von Farben, wie zum Beispiel Pastellkreiden.

In der folgenden Zeit entstanden viele Grafiken, Gemälde und Objektbilder mit unterschiedlichen Themen in verschiedenen Techniken.

Altensteig im Nordschwarzwald ist meine Heimat, hier kann ich kreativ sein. Die Bildthemen finde ich vor Ort, aber auch auf Reisen. Oft sind es die alltäglichen, gewöhnlichen Dinge aus meiner Umgebung, die mich begeistern und inspirieren:

"Wenn man sich ganz bewusst mit dem Gewöhnlichen auseinandersetzt und es denkt, erscheint es plötzlich als nichts Selbstverständliches mehr. Mit anderen Worten - es ist alles ganz anders, als wir glauben: Das, was im Allgemeinen als gewöhnlich bezeichnet wird, ist das, was zu unserem Alltag gehört, was uns vertraut ist. Aber erst wenn man sich wirklich für unsere Welt interessiert, merkt man, wie fremd sie doch ist.""Eine schöpferische Geste verändert das Gewöhnliche!"

Die Verklärung des Gewöhnlichen (Arthur C. Danto)

"Eigentlich ist es gar nicht weiter erwähnenswert: das Gewöhnliche, das unseren Alltag prägt. Es lenkt den Blick nicht auf sich. Morgens aufstehen, frühstücken, zur Arbeit gehen - das ist der evidente Teil unseres Lebens, der uns in der Regel nicht weiter beschäftigt."

"Ausgangspunkt ist dabei die Frage: Was ist so besonders an dem Gewöhnlichen und warum befasst sich die Philosophie überhaupt mit dieser offenbar so durchschaubaren Materie? Beobachten lässt sich an einem Beispiel aus dem Alltag, dass der Mensch immer wieder versucht, aus dem Gewöhnlichen auszubrechen, wie durch den Besuch eines Freizeitparks - auf der Suche nach dem Spektakulären. Die Versuch, dem Gewöhnlichen entkommen zu wollen, ist also wiederum ganz gewöhnlich. Außerdem holt der philosophische Streifzug das Gewöhnliche anhand von Werken aus Kunst, Literatur und Philosophie ans Licht.“

Deshalb male ich gerne gewöhnliche, unspektakuläre Gegenstände aus der Natur und der Alltagswelt. Meine bevorzugten Themen: "Jahreszeitliches", "Pflanzen, Samen, Blüten und Blättern", "Waldboden", "Kruscht und andere Kostbarkeiten", "Spielereien" "Landschaften und Stillleben im Schwarzwald" und in den "Alpen,Südtirol,Tessin"oder "Bilder aus Italien"


Kombination "Tradition"und "Moderne"

Kombination von Inhalt

Kombination von Stil und Technik


"Es gibt für mich keinen bestimmten Stil dem ich folge. Gegenständliche Darstellung, beeinflusst von der realistischen und impressionistische Malerei findet sich oft in den Bereichen Stillleben und Landschaften. Am liebsten arbeite ich im Freien vor der Staffelei.

Ich bevorzuge Kombinationen der unterschiedlichsten Motive,Themen, Inhalte und Techniken. Manchmal zitiere ich Bildteile mit kunsthistorischen Inhalten um damit entweder eine neue oder aber fremde Wirkung zu erzielen.

Das bedeutet z. B.auch, dass ich Gemälde im Sinne der"Appropriation Art" anfertige.

Das bedeutet, Gestaltung von Gemälden,

welche ein berühmter Künstler gemalt haben könnte. Ein weiteres Werk wird in die Biografie eingefügt. Das persönliche Repertoire an visuellen Erlebnissen und Eindrücken ergibt sich aus dieser Biografie.

Die Nachahmung eines Stils sorgt für eine Bewusstseinsbildung,bzw. Bewusstseinserweiterung.

Die Lebenszeit eines Künstlers ist zu kurz, sein Lebensradius zu eingeschränkt, um alle Ideen umzusetzen.